Beim elektrostatisch unterstützen Beschichten erfolgt die Zerstäubung in den beschriebenen Verfahren über das Luftzerstäubungs- oder Aircoat Verfahren. Zusätzlich gibt es durch die gleichpolige Aufladung der Materialtröpfchen einen Abstoßungseffekt der das Sprühbild erheblich verfeinern kann. Die aufgeladenen Tröpfchen versuchen sich an einem geerdeten Objekt zu entladen. Dieses erzeugt eine Anziehungskraft der Tröpfchen zu jedem geerdeten Objekt in der Umgebung (Idealerweise ist es das Werkstück). Entsprechend dem Verhältnis Anziehungswirkung und Tröpfchenbeschleunigung kann der Auftragswirkungsgrad deutlich durch diese Technik verbessert werden. Unter Idealen Vorraussetzungen kann ein Auftragswirkungsgrad von bis zu 90 % erreicht werden. Dieses ist jedoch sehr stark von der Werkstückgeometrie, Beschaffenheit des Beschichtungsmaterials und nicht zuletzt von der Geschicklichkeit des Werkers abhängig.
Vorteile
- Geringstes Overspray aller hier genannten Zerstäubungssysteme.
- Kein vagabundierendes Overspray, dadurch deutlich geringere Verschmutzung des Umfelds.
- Siehe Luftzerstäubung bzw. Aircoat
Wissenswert
- Ohne korrekte Erdung des Werkstücks geht gar nichts !
- Werkstücke müssen leitfähig sein.
- Durch Faradaysche Käfige wird evtl. das Abschalten der Elektrostatik erforderlich.
- Sicherheitsvorschriften.
Einsatzgebiete
Wirtschaftlich sinnvoll ist es für Betriebe die in ausreichend großer Stückzahl geeignete Werkstücke beschichten. Einsparungen entstehen durch den geringeren Farbverbrauch, einen geringeren Reinigungsaufwand und Senkung der Entsorgungskosten. Ein weiterer Grund für die elektrostatische Beschichtung kann eine Qualitätsverbesserung der Beschichtung sein. Diese kann durchaus z.B. im Kantenbereich große Auswirkungen auf die Optik des zu verkaufenden Werkstücks, als auch auf die Korrosionsbeständigkeit haben.